Alexander Liebreich

Dirigent
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Für Alexander Liebreich ist das Dirigieren eine Frage der Geisteshaltung. Offenheit und Neugierde sind wesentliche Merkmale seines interpretatorischen und programmatischen Wirkens. Kenntnisse der historischen Aufführungspraxis integriert er ebenso wie die Pflege der zeitgenössischen Musik – ganz selbstverständlich, befreit von dogmatisch-ideologischem Druck. Er zählt zu den inspiriertesten Dirigenten seiner Generation, was er seit 2012 als Chefdirigent des Nationalen Symphonieorchesters des Polnischen Rundfunks in Katowice eindrucksvoll unter Beweis stellt. Schon in dieser kurzen Zeit hat er es geschafft, das traditionsreiche Orchester klanglich und programmatisch neu aufzustellen, wofür er in Polen größte Anerkennung erfährt. Zudem konnte er das Münchener Kammerorchester, dem er von 2006 bis 2016 als Chefdirigent vorsteht, weiter nach vorne bringen – auch weil er eine Vielzahl neuer Konzertformate entwickelte, die nachhaltig in die Stadt wirken.

alexanderliebreich-1250776Mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks, dem Pianisten Krystian Zimerman und dem Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks eröffnete Alexander Liebreich im Oktober 2014 die neue Philharmonie in Katowice – ein Großereignis, zumal der Star-Akustiker Yasuhisa Toyota das akustische Design entworfen hat. Im Mai 2016 fand hier zum zweiten Mal mit großem Erfolg das Festival „Kultura Natura“ unter der künstlerischen Leitung von Alexander Liebreich statt. Auch in der aktuellen Saison sind internationale Musiker im Frühling 2017 nach Katowice eingeladen, um „Kultura Natura“ weiterzuführen.

Zahlreiche renommierte Orchester hat Alexander Liebreich bereits dirigiert, zuletzt debütierte er in Sälen wie dem Wiener Musikverein, der Suntory Hall in Tokio oder der Cité de la Musique – stets mit Programmen, die die Ohren öffnen. Auch in Nordkorea hinterließ er als Gastprofessor bleibende Spuren, als er die dortige Erstaufführung der 8. Sinfonie von Bruckner dirigierte – eindrucksvoll dokumentiert durch den Film „Pyongyang Crescendo“ von 2005.

alexanderliebreich-5812Schlankheit, Klarheit und Agilität sind ihm zentrale interpretatorische Anliegen, womit er vielfach ungeahnte Perspektiven in Werken freilegt. Darüber hinaus ist sich Alexander Liebreich ebenso der historischen, politischen und sozialen Dimension von Musik bewusst – im Sinne einer Verantwortung, die in die Zukunft gerichtet ist, um das Heute zu gestalten. Diese Haltung verbindet ihn mit Michael Gielen, bei dem er studierte. Von ihm hat Alexander Liebreich ein umfassendes Gespür für konzise Dramaturgie und für kritisch-analytisches Denken vermittelt bekommen. Zudem wurde er wesentlich von Claudio Abbado und Nikolaus Harnoncourt geprägt. Er begreift das Dirigieren aus dem Geist der Kammermusik, der Dirigent ist Teil eines gemeinschaftlich zu erreichenden Ereignisses.

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Fotos: Sammy Hart
Um druckfähige Fotos zu erhalten, wenden Sie sich bitte an Ulrike Gratz – ulrike.gratz@forartists.de