Boris Giltburg

Boris Giltburg wird weltweit als äußerst sensibler, einfühlsamer und fesselnder Interpret gepriesen, dessen Spielweise von einem narrativen Ansatz geprägt ist. Kritiker loben sein „Wechselspiel von spiritueller Ruhe und emphatischem Engagement“ als „packend ... man könnte sich keine erhellendere, lyrischere und phrasenreichere Interpretation wünschen“ (Süddeutsche Zeitung).

 

Zu den Höhepunkten der Saison 26/27 zählen sein Debüt im Großen Saal der Elbphilharmonie mit Gershwins Konzert sowie Tschaikowskys Erstes Konzert mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Edward Gardner. Als Artist-in-Residence beim Bournemouth Symphony Orchestra arbeitet er mit Mark Wigglesworth an zwei Programmen – eine Zusammenarbeit, die sich bis zu Brahms’ Zweitem Konzert in Warschau erstreckt.

 

Zu seinen weiteren Debüts zählen Auftritte mit dem KBS Symphony Orchestra in Seoul und dem Bilbao Orkestra Sinfonikoa. Er eröffnet die Saison der North Carolina Symphony, tritt mit dem Osaka Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Kahchun Wong auf und kehrt zum WDR Sinfonieorchester Köln, zum Residentie Orkest und zum Tampere Philharmonic Orchestra zurück. Als „Associate Artist“ der Wigmore Hall gibt er drei Recitals, in denen er sich mit Prokofjew auseinandersetzt, tritt zudem beim „Le Grand Récital“ in Lausanne auf und kehrt zu den „Premiere Performances“ in Hongkong, zum Berliner Klavierfestival sowie zum „Portland Piano International“ zurück, wo er als künstlerischer Gastkurator fungiert. Im Seoul Arts Center trifft er sich erneut mit seinen häufigen Kooperationspartnern, dem Pavel-Haas-Quartett, zu Kammermusikkonzerten.

 

Giltburg gibt regelmäßige Konzerte in den renommiertesten Konzertsälen der Welt, darunter Concertgebouw Amsterdam, BOZAR Brüssel, Elbphilharmonie Hamburg, Southbank Centre und Wigmore Hall in London, Carnegie Hall New York, Rudolfinum in Prag und Wiener Konzerthaus. Nach dem Erfolg seines Beethoven- Klaviersonatenzyklus mit acht ausverkauften Konzerten in der Wigmore Hall setzt er das Projekt im Flagey in Brüssel, im Palau de la Música in Valencia und im Teatro Municipal in Santiago de Chile fort. In den letzten Jahren hat sich Giltburg auch intensiv mit anderen bedeutenden Komponisten wie Ravel und Chopin beschäftigt. Weithin gilt Boris Giltburg als führender Rachmaninow-Interpret: „Seine Originalität entspringt einer Verschmelzung von Herz und Verstand, unterstützt durch makellose Technik und motiviert durch eine tiefe und beständige Liebe zu einem der größten Komponisten und Pianisten des 20. Jahrhunderts“ (Gramophone).

 

2025 veröffentlichte Giltburg ein Album mit Rachmaninows bahnbrechenden Klaviersonaten Nr. 1 und 2 sowie seiner eigenen Fassung von „Die Toteninsel“ auf Basis von Kirkors Bearbeitung. Das Album wurde von der Jury des Preises der deutschen Schallplattenkritik in die Bestenliste 2/2025 aufgenommen.

 

Als vollendeter Aufnahmekünstler veröffentlicht Giltburg seine Einspielungen seit 2015 exklusiv bei Naxos. Er wurde mit dem Opus Klassik für die beste solistische Aufnahme von Rachmaninows Klavierkonzerten und Etudes Tableaux sowie mit einem Diapason d’Or für Schostakowitschs Klavierkonzerte und sein eigenes Klavier-Arrangement von Schostakowitschs Streichquartett Nr. 8 ausgezeichnet. Außerdem zeichnete man ihn u.a. mit einem Gramophone Award für das Dvořák-Klavierquintett auf Supraphon mit seinen regelmäßigen Musikpartnern vom Pavel Haas Quartet aus, sowie in der gleichen Besetzung mit einer Diapason d’Or und einem Choc de Classica für ihre gemeinsame Aufnahme von Brahms’ Klavierquintett.

Zusammen mit dem Pavel Haas Quartet ist Giltburg bei der Schubertiade Schwarzenberg aufgetreten.

 

Giltburg hat das große Bedürfnis, auch ein Publikum außerhalb des Konzertsaals anzusprechen und zu begeistern. Sein Blog „Classical Music for All“ richtet sich bewusst an ein Laienpublikum und wird durch Artikel in Publikationen wie Gramophone, BBC Music Magazine, The Guardian, The Times, Crescendo und Fono Forum ergänzt.

 

Associate Artist (26/27 – 30/31), Wigmore Hall
Artist in Residence (26/27), Bournemouth Symphony
Guest Artistic Curator (25/26 – 27/28), Portland Piano International

 

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Ulrike Arens

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