Kebyart










Pere Méndez – Sopransaxophon
Víctor Serra – Altsaxophon
Robert Seara – Tenorsaxophon
Daniel Miguel – Baritonsaxophon
Seit seiner Gründung im Jahr 2014 überschreitet das Saxophonquartett Kebyart musikalische Grenzen und hat sich vielleicht genau deshalb einen festen Platz in der klassischen Musikszene gesichert.
Das junge Ensemble tritt nicht nur bei Festivals und in Konzertsälen auf, in denen nie zuvor ein Saxophonquartett zu hören war, sondern inspiriert auch zeitgenössische Komponisten, erstmalig Werke für dieses Instrument zu schreiben. Gewürdigt wurde der mutige Weg des Ensembles in der Saison 2021/22 mit der Ernennung als Rising Stars der ECHO (European Concert Hall Organisation).
Kebyarts künstlerische Handschrift spiegelt sich in einer kreativen Vision des Repertoires wider, die sich auf drei Hauptpfeiler stützt: Originalliteratur, eigene Bearbeitungen eines breiten Spektrums von Stilen und ein starkes Engagement für zeitgenössisches Schaffen. In dieser Hinsicht gibt das Quartett jedes Jahr neue Stücke bei Komponisten verschiedener Generationen und Musikstile in Auftrag, darunter Jörg Widmann, Mikel Urquiza, David Philip Hefti, Mauricio Sotelo, Joan Magrané und José Río-Pareja. Die vier Katalanen haben auch mit Komponisten wie Péter Eötvös und Heinz Holliger zusammengearbeitet.
In der Saison 2026/27 kehrt Kebyart zurück in die Hamburger Elbphilharmonie sowie zum Heidelberger Frühling und wird bei den Händelfestspielen Göttingen, im Mozarteum Salzburg, bei der Oxford Chamber Music Society sowie im zweiten Jahr als Artist-in-Residence im Palau de la Música Catalana in Barcelona konzertieren.
Neben Orchesterdebüts beim Philharmonischen Staatsorchester Hamburg unter Eun Sun Kim und beim Tonhalle-Orchester Zürich unter Willem de Vriend stehen die für das Quartett erstmalige Aufführung von Fazil Says „Preludes“ mit dem Izmir Chamber Orchestra, die Uraufführung zweier Werke von Gérard Pesson und Ying Wang sowie die deutsche Erstaufführung von Georg Friedrich Haas’ Saxophon-Quartett auf dem Programm.
Kebyart konzertiert regelmäßig in den großen europäischen Konzertsälen wie der Philharmonie de Paris, der Alten Oper Frankfurt, der Elbphilharmonie Hamburg, der Tonhalle Zürich, dem Musikverein Wien, dem Concertgebouw Amsterdam oder dem Palau de la Música de Barcelona. Auch bei renommierten Festivals wie Mozartwoche Salzburg, Heidelberger Frühling, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Schubertíada, Lockenhaus Festival, Rheingau Musik Festival, Dresdner Musikfestspiele, Musica Insieme Bologna, Hindsgavl Festival, Grafenegg, Mozartfest Würzburg, Schumannfest Düsseldorf und Festival de Santander sind die vier Musiker gern gesehen.
Neben der Kammermusik liegt Kebyart besonders auch das Orchester-Repertoire am Herzen und so konzertierte das Ensemble mit namhaften Klangkörpern wie dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Barcelona Symphony Orchestra, der Jungen Deutschen Philharmonie und dem Spanischen Rundfunk- und Fernsehorchester zusammen sowie mit bekannten Solisten wie Nicolas Altstaedt, Xavier Sabata und Dénes Várjon, um neue musikalische Kombinationen zu erforschen und neue klangliche Dimensionen zu entdecken.
Seit 2022 ist Kebyart bei Linn Records/Outhere unter Vertrag und hat für seine Alben „Lectures différentes“ (2022), „Traum der Jugend“ (2023) und „Unraveled“ (2025), hervorragende Kritiken erhalten. Anlässlich des 90. Geburtstags von Philip Glass wird das Quartett mit dem Belgian National Orchestra ein dem Komponisten gewidmetes Album aufnehmen.
In ihrem Bestreben nach musikalischer Exzellenz wurden die Ensemblemitglieder von bedeutenden Musikern und Kammermusikensembles beraten, darunter Rainer Schmidt (Hagen Quartett), Hatto Beyerle (Alban Berg Quartett), Jonathan Brown (Cuarteto Casals), die Pianisten Anton Kernjak und Claudio Martínez-Mehner sowie der Saxophonist Nacho Gascón. Das Quartett war Teil der European Chamber Music Academy und arbeitete mit den Professoren Johannes Meissl und Patrick Jüdt zusammen. Seine Erfahrung gibt das Ensemble mittlerweile an der Escola Superior de Música de Catalunya (ESMUC), der Folkwang Universität der Künste Essen, Musikene und Oriol Martorell sowie im Sommer in seiner katalonischen Heimat an der Acadèmia Mestral im Rahmen eines Saxophon- und Kammermusikkurses weiter.
Der Name Kebyart ist inspiriert vom Gamelan Gong Kebyar, einer traditionellen Musikrichtung aus Bali, die auch den Namen des Instrumentalensembles trägt, das sie aufführt. Obwohl es aus Dutzenden von Musikern besteht, wird dieses Ensemble als ein einziges Instrument betrachtet. Seine Aufführung erfordert große Virtuosität und extreme Koordination und zeichnet sich durch eine reiche klangliche, rhythmische und dramatische Bandbreite aus.
Als Markenbotschafter spielt Kebyart Saxophone von Selmer Paris und verwendet Zubehör von Vandoren.