Marc Bouchkov

Verwurzelt in den großen Traditionen des Geigenspiels und zugleich von einer zeitgenössischen künstlerischen Vision getragen, bringt der belgische Geiger Marc Bouchkov eine unkonventionelle Mischung aus musikalischem Erbe und Innovation in seine Arbeit als Solist, Komponist und Dirigent ein.

 

Zu den Highlights der Saison 2026/27 zählt zunächst sein Dirigierdebüt in der Elbphilharmonie mit der Hamburger Camerata, bei dem Pēteris Vasks’ Violinkonzert und Beethovens Vierte Symphonie auf dem Programm stehen. Zu den weiteren Höhepunkten zählen Brahms’ Violinkonzert mit den Würth Philharmonikern unter Kent Nagano, ein Solokonzert mit Yuja Wang beim Shenzhen Verbier Festival, seine erste Tournee durch Australien, ein Solokonzert mit Michail Pletnev beim Verbier Festival sowie eine Aufnahme von Prokofjews Erstem Violinkonzert mit dem Symphonieorchester Barcelona unter Ludovic Morlot.

 

Die vergangenen Spielzeiten waren geprägt von Marc Bouchkovs Debüt mit dem Los Angeles Philharmonic im Hollywood Bowl unter Louis Langrée sowie von Solokonzerten mit Michail Pletnev in Madrid, Barcelona und Salzburg.

 

Zu seinen weiteren nennenswerten Kooperationen zählen Engagements beim Israel Philharmonic Orchestra, das Budapest Festival Orchestra unter Gábor Takács-Nagy, dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI unter Marta Gardolińska sowie eine Residenz beim Netherlands Philharmonic.

 

Als weitere bedeutende Meilensteine seiner frühen Karriere sind unter anderem Brahms’ Violinkonzert unter der Leitung von Teodor Currentzis, Auftritte mit der Filarmonica della Scala unter Lorenzo Viotti und den Münchner Philharmonikern unter Philippe Jordan sowie Brahms’ Doppelkonzert mit dem Cellisten Mischa Maisky unter der Leitung von Gianandrea Noseda zu nennen. Marc Bouchkov hat zudem mit namhaften Dirigenten wie Valery Gergiev, Christoph Eschenbach und Stanislav Kochanovsky zusammengearbeitet.

 

Seine Auftritte führten ihn an renommierte Spielstätten wie die Carnegie Hall, die Wigmore Hall, das Amsterdamer Concertgebouw, das Teatro alla Scala, die Elbphilharmonie und das Konzerthaus Berlin.

 

Als aktiver Kammermusiker trat Marc Bouchkov an der Seite von Evgeny Kissin, Sir András Schiff, Lahav Shani, Behzod Abduraimov und Mao Fujita auf, mit dem er den gesamten Zyklus von Beethovens Violinsonaten aufführte. Er ist regelmäßiger Gast bei führenden internationalen Festivals, darunter Verbier, Tsinandali und das Jerusalem International Chamber Music Festival.

 

Am 6. November 2026 veröffentlicht Marc Bouchkov bei Orchid Classics das Album „From the Beginning“, das Violinminiaturen rund um sein großes Vorbild Jascha Heifetz sowie eigene Kompositionen vereint. Dem Album folgt im April 2027 „Another dawn“ mit Korngolds Violinkonzert, Blochs „Baal Shem“ und Alexey Shors Violinkonzert „Carpe Diem“ mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Christoph Poppen.

 

Zu Marc Bouchkovs Diskografie gehören zudem Aufnahmen für die Deutsche Grammophon, Berlin Classics und Harmonia Mundi. Seine Debüt-CD wurde sowohl mit einem „Diapason d’Or“ als auch mit einem „Diapason Découverte“ ausgezeichnet.

 

Marc Bouchkov, Gewinner der Goldmedaille beim Internationalen Musikwettbewerb in Montreal und der Silbermedaille beim Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb, stammt aus einer Familie von Geigern. Er studierte bei Claire Bernard, Boris Garlitsky und Mihaela Martin an der Kronberg Academy und profitierte von der musikalischen Anleitung durch Eduard Wulfson.

 

Er ist Professor für Violine am Königlichen Konservatorium in Lüttich und an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Er spielt auf einer historischen G. P. Maggini-Geige aus dem Jahr 1630.

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