Peter Jablonski






Die Fachzeitschrift Gramophone beschrieb den schwedischen Pianisten Peter Jablonski als „Pianist in der vollen Blüte seiner reifen, fantasievollen Kunstfertigkeit“. Er ist u.a. der Gewinner des prestigeträchtigen schwedischen Grammy 2025 für seine bei Ondine erschienene, von der Kritik gefeierte Einspielung von Ronald Stevensons Klavierwerken.
Entdeckt von Abbado und Ashkenazy und bereits im Alter von siebzehn Jahren bei Decca unter Vertrag genommen, konzertierte und arbeitete er in der Folge mit vielen der weltweit führenden Orchester und Dirigenten zusammen. Dazu gehören das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Orchestre National de France, das L'Orchestre Philharmonique de Radio France, das Gewandhausorchester Leipzig, das Philadelphia Orchestra, das Los Angeles Philharmonic, das Cleveland Orchestra, das NHK Tokyo, die Filarmonica della Scala, das Tonhalle-Orchester Zürich, das BBC Symphony Orchestra, das Royal Philharmonic Orchestra, das Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, das Gothenburg Symphony Orchestra, das Oslo Philharmonic, die Nationalphilharmonie Warschau sowie das Nationale Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks (NOSPR). Er arbeitete mit Dirigenten wie Daniele Gatti, Vladimir Ashkenazy, Andris Nelsons, Daniel Harding, Kurt Sanderling, Esa-Pekka Salonen, Riccardo Chailly, Myung-Whun Chung, Jukka-Pekka Saraste und Marie Jacquot.
Peter Jablonski unternahm internationale Tourneen mit Orchestern wie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem Philharmonia Orchestra und dem Orchestre National de France. Er gastierte in den großen Konzertsälen weltweit auf, darunter die Royal Festival Hall und das Barbican in London, die Berliner Philharmonie, die Suntory Hall in Tokio, die Hollywood Bowl in Los Angeles, die Salle Pleyel in Paris, der Wiener Musikverein und das Concertgebouw in Amsterdam.
Sein Repertoire und seine Aufnahmen umfassen die kompletten Klavierkonzerte von Beethoven, P. Tschaikowsky, André Tchaikowsky, Rachmaninow, Bacewicz, Bartók und Melcher Melchers, die gesamten Mazurken von Chopin und Skrjabin sowie alle Klaviersonaten von Prokofjew. Während seiner drei Jahrzehnte währenden Karriere entwickelte er ein vielfältiges Repertoire, das neben Hauptwerken klassischer und romantischer Komponisten auch Werke von Barber, Gershwin, Szymanowski, Lutosławski, Copland und Stenhammar umfasst – in jüngster Zeit ergänzt durch Komponisten wie Valborg Aulin, Elfrida Andrée, Alexey Stanchinsky, Ronald Stevenson und Grażyna Bacewicz.
Jablonski arbeitete eng mit den Komponisten Witold Lutosławski und Arvo Pärt zusammen. Eine Reihe von Werken wurde für ihn komponiert oder ihm gewidmet, darunter Wojciech Kilars Klavierkonzert, für dessen Weltpremiere beim Festival „Warschauer Herbst“ er mit dem Orpheus Award ausgezeichnet wurde. Er ist ein engagierter Förderer zeitgenössischer Komponisten und bringt regelmäßig neue Werke zur Uraufführung.
Jablonskis umfangreiche Diskografie umfasst Aufnahmen für Labels wie Decca, Deutsche Grammophon, Philips, Altara, Octavia und Ondine. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter: Den schwedischen Grammy für seine Einspielung der Klaviermusik von Ronald Stevenson. Den Edison Award für die beste Konzertaufnahme von Schostakowitschs erstem Klavierkonzert, Rachmaninows Rhapsodie über ein Thema von Paganini und Lutosławskis Paganini-Variationen (mit Ashkenazy und dem RPO für Decca). Den Gramophone Classical Music Award für seine Aufnahme von Werken Cécile Chaminades (Deutsche Grammophon) mit Anne Sofie von Otter und Bengt Forsberg.
Peter Jablonski ist Träger der Medaille Litteris et Artibus, die ihm vom schwedischen König Carl XVI. Gustaf für seine Verdienste um die Kultur verliehen wurde. Er ist zudem Preisträger des angesehenen Titels Årets Svensk i Världen (Internationaler Schwede des Jahres) – eine Auszeichnung, die er noch vor ABBA und Astrid Lindgren erhielt.
Im Mai 2022 wurde er in die Königlich Schwedische Musikakademie gewählt. Im Jahr 2022 wurde er weltweiter Botschafter für Karol Szymanowski im Rahmen eines mehrjährigen Projekts, bei dem Jablonski die Musik des Komponisten in Europa und der Welt aufführt und an einer Kurzfilmreihe über Szymanowskis Leben und Werk mitwirkt. Im Dezember 2022 wurde er mit dem Preis der französischen Académie Charles Cros (Zeitgenössische Musik) für seine Aufnahme der Klaviermusik von Grażyna Bacewicz ausgezeichnet.
Im März 2025 gewann er erneut den schwedischen Grammy für seine Einspielung von Ronald Stevensons Klavierwerken. Im November 2025 begann er mit der Aufnahme des gesamten Klavierwerks von Szymanowski, das zwischen 2026 und 2028 bei Ondine erscheinen soll.
Zu den Höhepunkten der Saison 25/26 gehörten eine Rezital-Tournee in Japan und Korea, die polnische Erstaufführung von André Tchaikowskys Klavierkonzert mit dem NOSPR unter Łukasz Borowicz, die Weltpremiere eines neuen Klavierkonzerts der schwedischen Komponistin Victoria Borisova-Ollas sowie Rezitale u.a. in Schweden und Polen.
In der Saison 26/27 wird Peter Jablonski unter anderem mit dem Gothenburg Symphony Orchestra unter Jukka-Pekka Saraste, dem Kanazawa Chamber Orchestra in Japan und der Nationalphilharmonie Warschau auftreten. Im Februar 2027 wird er sein Debüt in China geben. Parallel dazu setzt er sein Großprojekt fort: die Gesamteinspielung aller Klavierwerke von Karol Szymanowski für das finnische Label Ondine.