Sergey Malov

Der Solist und Dirigent Sergey Malov ist ebenso vielseitig wie virtuos. Er besticht durch sein bravouröses Spiel, egal ob auf der Violine, der Viola oder dem Cello da Spalla und dies in einem Konzertprogramm. Das macht ihn einzigartig.

 

Sein Repertoire reicht von frühbarocker Musik über J.S. Bach, den klassischen und romantischen Solokonzerten bis hin zu Uraufführungen Neuer Musik.

 

Der aus St. Petersburg stammende Künstler mit ungarischen Wurzeln setzt sich für seine Interpretationen und Programmkonzeptionen intensiv mit Stilfragen, Spieltechniken und der ethnologischen Herkunft der jeweiligen Epochen auseinander. Dabei reicht für ihn der Begriff der historisch informierte Aufführungspraxis vom Barock bis in die Gegenwart, wenn er neben seinen Streichinstrumenten auch E-Violine und Loopstation entsprechend einbindet, um neue Klangwelten zu kreieren.

 

Seine stetige musikalische Neugier führte ihn auch zu der langen Zeit in Vergessenheit geratenen Violoncello da Spalla, für das Johann Sebastian Bach vermutlich seine 6 Cello-Suiten komponiert und das er selbst gespielt hat. Heute ist Sergey Malov einer der ganz wenigen Meister, der dieses an der Schulter gespielte Cello beherrscht. Damit erreicht er eine einzigartige Vielseitigkeit, die ihm erlaubt, alle drei Instrumente, Violine, Viola und Cello da Spalla, in seinen Programmen sowohl kammermusikalisch als auch mit Orchestern einzubauen. Dies bezeugen seine solistischen Programme wie „Approaching Paganini“ oder mit Orchester im Play-conduct z.B. mit Brittens „Lachrymae“, Guldas Konzert für Violoncello und Blasorchester und Chatschaturjans Violinkonzert.

 

Als Streicher-Solist trat er mit Orchestern wie BBC Symphony Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem Enescu Philharmonic Orchestra, der Auckland Philharmonia, Belgrad Philharmonic, Tivoli Orchestra Kopenhagen oder dem Tokyo Philharmonic Orchestra auf. Eine besondere Konzerteinladung führte Sergey zum Helsinki Philharmonic Orchestra mit Klaus Mäkelä und dem Violinkonzert von Sibelius an dessen Geburtstag. Ebenso hat er eine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Budapest Festival Orchestra.

 

Für die Spielzeit 25/26 debütiert er u.a. beim Orchestra della Svizzera Italiana, bei den Augsburger Philharmonikern und hat eine Residenz bei der Camerata Hamburg mit fünf Konzerten.

 

Als Solist und Kammermusiker ist er bei internationalen Festivals wie den Innsbrucker Festwochen, dem Nelson Musik Festival in Neuseeland, dem Festival de Música Antigua de Sevilla oder das Kuhmo Festival in Finnland ein gern gesehener Gast.

 

Sein Können belegen zahlreiche Wettbewerbe. Auf der Violine gewann Sergey Malov Preise beim Paganini Wettbewerb in Genua, beim Mozart Wettbewerb in Salzburg, beim Heifetz Wettbewerb in Vilnius und beim Michael Hill Wettbewerb in Auckland. Mit der Bratsche war er Preisträger des ARD Wettbewerbs in München sowie der Tokyo Viola Competition.

 

Sergey Malovs Aufnahmen u.a. von Werken J. S. Bachs, Paganinis oder Ysayes sind bei DECCA, EASonus, Hänssler Profil, Alba und Pan Classics sowie Solo Musica erschienen. Im Herbst 2021 wurde seine Einspielung der 6 Cello-Suiten von J.S. Bach mit einem OPUS Klassik ausgezeichnet. Ebenfalls im Herbst 2021 erschienen (bei Solo Musica) sind auch die 24 Capricen von Niccolò Paganini. In seiner jüngsten Veröffentlichung „Bach – 300 Years of Solitude“ bei EuroArts / Warner Classics widmet er sich den 3 Sonaten und 3 Partiten für Violine solo von J. S. Bach.

 

Die Videos mit seinem Violoncello da Spalla wurden über eine Million Mal im Internet angesehen. Seit September 2017 ist Sergey Malov als Professor für Violine an die Zürcher Musikhochschule berufen.

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