Andrea Cicalese










„Musikalische Reife, die manch einer nach Jahrzehnten nicht erreicht“ Süddeutsche Zeitung
Der italienische Geiger Andrea Cicalese überzeugt mit einem warmen, nuancenreichen Klang und einer Interpretationskunst von großer emotionaler Intensität. Virtuose Souveränität verbindet sich in seinem Spiel mit einer natürlichen, gesanglichen Phrasierung.
Als Solist trat Cicalese bereits mit Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, Brussels Philharmonic, NDR Radiophilharmonie, Buffalo Philharmonic Orchestra, Prague Philharmonia, den Münchner Symphonikern und dem Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz auf. Er arbeitete dabei mit Dirigentinnen und Dirigenten wie Hannu Lintu, JoAnn Falletta, Jörg Widmann, Oscar Jockel, Robert Kružík, Heiko-Matthias Förster und Jaume Santonja zusammen.
Auftritte führten ihn unter anderem in die Berliner Philharmonie, die Elbphilharmonie Hamburg, die Tonhalle Zürich, die Isarphilharmonie und das Prinzregententheater München sowie in die Kleinhans Music Hall in Buffalo. Zu seinen jüngsten Höhepunkten zählen zwei bedeutende Debüts: Beim Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI spielte er unter Hannu Lintu Glazunows Violinkonzert; mit Brussels Philharmonic interpretierte er unter Oscar Jockel Beethovens Tripelkonzert in der Elbphilharmonie Hamburg.
Einen besonderen Erfolg feierte Cicalese im September 2026 mit seinem Debüt beim Stresa Festival, wo er mit Prague Philharmonia unter Robert Kružík Tschaikowskys Violinkonzert interpretierte. Il Corriere Musicale lobte die „bewundernswerte Natürlichkeit“ seines Spiels; Connessi all’Opera hob seine interpretatorische Sensibilität und seinen lyrischen Ausdruck hervor.
Auch die Kammermusik hat in Cicaleses künstlerischem Schaffen einen festen Platz. Zu seinen Partnerinnen und Partnern zählen Beatrice Rana, Alexander Malofeev, Eric Lu, Yekwon Sunwoo, Filippo Gorini, Julien Quentin und Jan Vogler. Er gastierte unter anderem beim Rheingau Musik Festival, Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, Moritzburg Festival, Dvořák Prague International Music Festival, Ravello Festival und Al Bustan Festival sowie regelmäßig bei Classiche Forme, dem von Beatrice Rana gegründeten und geleiteten internationalen Kammermusikfestival in Lecce.
Neben seiner Konzerttätigkeit engagiert sich Andrea Cicalese mit Benefizkonzerten für musikalische Bildung, unter anderem an einer Münchner Mittelschule. Das von der TIM Stiftung initiierte Projekt verband ein Schulkonzert mit persönlichen Gesprächen über Lebenskompetenz, Integration und den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Die direkte Begegnung mit Jugendlichen ist für Cicalese ein wesentlicher Teil seines künstlerischen Selbstverständnisses: Durch Musik möchte er sie darin bestärken, ihre eigene Ausdruckskraft zu entwickeln.
In der Saison 2026/27 setzt Cicalese seine Zusammenarbeit mit Hannu Lintu fort und ist unter anderem mit der Sinfonia Lahti zu erleben. Weitere Stationen sind die Elbphilharmonie Hamburg und die Usher Hall in Edinburgh. Darüber hinaus gibt er sein Debüt beim Toronto Symphony Orchestra und eröffnet die Saison in Baden-Baden.
Andrea Cicalese wurde 2005 in Neapel geboren. Er studiert bei Josef Rissin an der Hochschule für Musik Karlsruhe und setzt seine Ausbildung ab Herbst 2026 zusätzlich bei Radu Blidar am Royal College of Music in London fort.
Andrea Cicalese spielt eine Guarneri „del Gesù“ von 1731, die ihm Music Masterpieces SA in Lugano im Rahmen der philanthropischen Initiative „Adopt a Musician“ zur Verfügung stellt.
Im Oktober 2026 wurde er mit dem WEMAG-Solistenpreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet.